Branchenspezifisches Social Media Marketing: Hotel


social-media marketing fuer Hotels: Tipps, Hinweise und BesonderheitenErfolgreiches Social Media Marketing für Hotels erfordert sicherlich nicht so viel Einfallsreichtum wie, wenn ein Klempnerbetrieb beworben werden soll. Trotzdem basiert auch im Hotelgewerbe erfolgreiches Marketing selbstverständlich auf einer gründlichen Zielgruppenanalyse. Wer sind meine Gäste? Wo kommen sie her, wie alt sind sie, wann wird mein Hotel besucht (Zeitraum und Reiseart), und viele weitere Faktoren sollten dem Hotelbetreiber bekannt sein. Aufgrund dieser Informationen lässt sich ein angepasstes Auftreten in den Social Media Kanälen realisieren.

Erfolgreiches Hotel Social Media Marketing vermittelt Emotionen, die Gäste an das Hotel bindet und idealerweise auch neue Kundenbeziehungen aufbaut. Unabhängig davon, um was für eine Art von Hotel es sich handelt, wird eine Unterkunft von Menschen genutzt, die sich außerhalb ihres Wohnortes aufhalten. Es ist egal, ob es sich um eine Urlaubsdestination oder eine Messestadt handelt, der Gast wird sich, selbst wenn ihm der Ort bekannt ist, über Informationen zur Destination freuen. Damit existiert bereits ein erster Anhaltspunkt: Berichte, Fotos, Links und Erinnerungen an Events stellen einen Mehrwert für die Zielgruppe dar. Informationen über die Unterkunft selbst sind selbstverständlich ebenfalls von Interesse.

Vernetzung

Gleich zu Beginn sollte damit begonnen werden, sich mit anderen Unternehmen, Organisationen und netzaktiven Privatpersonen im Umfeld des Hotels auf den jeweiligen Social Networks zu vernetzen. Wie groß dabei der Umkreis ausfällt, hängt von der Destination ab. Beginnen kann man mit Zielgebietsorganisationen,  Fremdenverkehrsverbänden, Seiten der Stadtverwaltung, Hotelverbänden, Organisationen und Clubs. Bei allen Kontaktaufnahmen sollte die Zeit investiert werden, neben einem “Like”,”Follow” usw. auch eine kurze Nachricht zu hinterlassen. Ist diese öffentlich zugänglich, kann es sich um ein Grußwort, ein paar Sätze mit aktuellem Bezug oder eine humorvolle Anmerkung, dass dieses Unternehmen nun auch im Internet aktiv wird, handeln. Bei privaten Nachrichten ist durchaus denkbar, dass man sich kurz vorstellt. Gleichzeitig kann eine Kooperation, etwa ein Linktausch aufgebaut werden. Besonders beim Kontakt mit größeren Unternehmen, wo der Onlineauftritt von einer eigenen Position betreut wird, ist dieser Schritt nicht zu unterschätzen denn jeder, der im Social Web erfolgreich sein möchte, ist auf Interaktion, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung angewiesen!

Auch Restaurants, Eventveranstalter, oder bekannte Industrie-Unternehmen der Region sollten auf der Liste stehen. Unternehmen der eigenen Branche sind interessant, wenn es sich um ein größeres Umfeld handelt, und  nicht auf direkte Mitbewerber zurückgegriffen werden muss.

Netzwerke

Welche Dienste und Netzwerke letztendlich zu nutzen sind, hängt ein wenig vom Budget, bzw. der freien Zeit ab. Auch weiterhin kann auf das größte Social Network nicht verzichtet werden: Eine Page bei Facebook ist unumgänglich. Google+  ist aufgrund der Bedeutung für die Suchergebnisse unverzichtbar. Twitter, notfalls vollständig automatisiert, gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm. Auch ein Location-basierter Dienst kann für Hotels, Resorts oder Jugendherbergen sehr interessant sein, beispielsweise Foursquare.

Allgemeine Hinweise

  • Suche nach dem Benchmark in de9ner Branche und mache es genauso gut ( … oder besser …)
  • Gib nicht auf, wenn in einem Netzwerk wenige bis keine Reaktionen eingehen. Überdenke ggf. deine Strategie, aber gib den Nutzern Zeit, die Inhalte schätzen zu lernen!
  • Berichte live! Dazu eignet sich natürlich besonders Twitter, wobei auch andere Netzwerke aktuelle Informationen schätzen. Mache dir die Mühe und berichten von Veranstaltungen im Haus oder am Unternehmensstandort in Echtzeit.
  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass dir anfangs Fehler unterlaufen werden. Diese eingestehen und sich ggf. entschuldigen ist in der Regel besser als Posts nachträglich zu löschen.
  • Teile Fotos! Bilder sind beliebt und funktionieren in jedem Netzwerk.
  • Führe feste Tage für bestimmte Inhalte ein! Dabei kann man sich an Hashtags orientieren (#sunsetsaturday) oder eigene Ideen aufgreifen. So können sich deine Fans nicht nur jeden … Tag auf bestimmte Inhalte freuen, es erleichtert auch die Arbeit.
  • Vernetze  nicht alles wild untereinander! Viele Web 2.0  Dienste können dahingehend konfiguriert werden, dass sie sämtliche Inhalte auch in andere Netzwerke teilen. Dies kann mitunter hilfreich sein, sollte aber nicht übertrieben werden.
  • Setzt Du besondere Erweiterungen oder Apps ein? Besonders für Facebook gibt es unzählige Widgets. Prüfe´unbedingt regelmäßig deren korrekte Funktionsweise!
  • Nutzen die Möglichkeiten des jeweiligen Netzwerkes! Hashtags mögen bei einem Dienst funktionieren und bei dem nächsten nicht, direkte Kontaktaufnahme ist bei Twitter ein guter Weg eine Unterhaltung entstehen zu lassen, in anderen Netzwerken mag das weniger funktionieren, usw.
  • Du kannst viel herum-probieren und man wird es dir in der Regel verzeihen. Trotzdem solltest Du dir eine grobe Strategie zurechtlegen und versuchen, dich an dieser zu orientieren!

Facebook

Facebook ist weiterhin ein unverzichtbares Werkzeug für das Social Media Marketing. Eine Fanpage für das Unternehmen ist somit Pflicht. Achte bei der Erstellung darauf, dass die Adresse erkannt und somit auch ein Place angelegt wird. Achtung! Prüfe zunächst ob bereits ein Ort für das Unternehmen angelegt wurde und achte dann darauf, einen identischen Namen für die Seite zu wählen. So funktioniert die Integration von Page und Place (meistens) besser. Ein Facebook Place hat den Vorteil, dass User in Ihrem Hotel “einchecken” können. Allgemeine Tipps, wie ein vollständig ausgefülltes und öffentlich zugängliches Profil, eine Werbebotschaft im Titelbild, und ein Profilbild das auch verkleinert erkenntlich ist, gelten selbstverständlich auch für Hotels.

Sollten deine Gäste größtenteils aus dem Ausland kommen, sollte auf eine eventuelle Zeitverschiebung geachtet werden.  Es macht wenig Sinn zu Uhrzeiten zu posten, zu denen die Hauptzielgruppe schläft! Außerdem ist es in diesem Fall ratsam, von Zeit zu Zeit auf lokale Ereignisse im Haupt-Herkunftsland einzugehen.

Twitter

Der Microblogging Dienst Twitter ist ein mächtiges Marketingwerkzeug, dass immer wieder unterschätzt wird. Viele kleinere Betriebe, die sich nur nebenher mit Social Media befassen können, wissen nicht wie und wann sie Twitter nutzen sollen. Daraus ergibt sich entweder der komplette Verzicht auf eine Mitgliedschaft oder eine unzureichende Verwendung, was in niedrigen Follower-Zahlen resultiert.  Setze Twitter ein! Und mache es richtig. Nimm dir einmal am Tag die Zeit, das Netzwerk nach relevanten Hashtags und Stichwörtern zu durchsuchen und diese zu re-tweeten, favorisieren oder darauf zu antworten. Tweete außerdem selbst einige Tweets, am besten über den Tag verteilt. Wenn dazu die Zeit fehlt, können die Tweets mit kostenlosen Tools wie Tweetdeck geplant werden. Berichte über Neuigkeiten, Nachrichten, die die Destination betreffen, tweete Fotos von Events oder aus eurem Haus oder erinnere an wichtige Veranstaltungen. Maximal eine halbe Stunde täglich wird ausreichen, um diese Minimalanforderungen an dein Twitterprofil zu erfüllen. Du solltest dann außerdem andere Dienste automatisiert einbinden. Neben anderen Sozialen Netzwerken und Diensten lassen sich beispielsweise auch Blogs mit Twitter verknüpfen, sodass Inhalte automatisch weitergeleitet werden. Möchtest Du Twitter erfolgreich einsetzen, ist allerdings mehr Aufwand zu betreiben.

Google Plus

Auch wenn Google+ unaufhörlich wächst, haben viele Unternehmen mit kleineren Webpräsenzen die Bedeutung des Netzwerks noch nicht erkannt. Fakt ist: Google+ ist heute bereits unverzichtbar und Google wird die Relevanz seines Social Dienstes weiter ausbauen. Bei Google+ muss in Verbindung mit Ihrem Unternehmen eine Seite sowie ein Profil existieren. Bei Letzterem ist zu entscheiden, um wen es sich dabei handelt. Denkbar ist der Unternehmensinhaber, eine fiktive Person oder Du, der Social Media Manager. Das Profil wird mit Inhalten in der Google-Suche verknüpft, weshalb die Überlegung wohl überlegt sein sollte.

Neben einer Google+ Seite, mit der entsprechende Inhalte geteilt werden, empfiehlt sich außerdem eine Community. Google Communities sind offene oder geschlossene Gruppen, in denen Inhalte zu einem bestimmten Thema geteilt und diskutiert werden. Du kannst sowohl eine eigene Google+ Community gründen, als auch in einer bereits bestehenden aktiv werden. Das kann beispielsweise eine Gruppe mit Inhalten über denStandort sein, In derartigen Communities findest Du Interessierte, die in der Regel mit deinen Posts interagieren werden. Wichtig ist allerdings, das auch selbst zu tun und nicht nur eigene Inhalte in die Community zu posten!

Foursquare

Foursquare ist ein sogenannter Location-Based-Service. Nutzer dieser Smartphone-App können an Orten “ein-checken” und sammeln dabei Punkte. Besucht ein Nutzer einen Ort von allen Mitgliedern am häufigsten, wird er zum “Mayor” ernannt. Außerdem erhält der User Tips zu Orten, die er mögen könnte, kann Fotos an Orten veröffentlichen oder selbst Bewertungen veröffentlichen.

Als Unternehmen können selbst Fotos und Informationen zum Hotel veröffentlicht werden, Tips zu anderen Lokalitäten geschrieben werden oder auf Specials und Room-Discounts hingewiesen werden. Du siehst also, Foursquare erreicht die Menschen, die momentan tatsächlich vor Ort sind, was Du zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Pinterest

Pinterest ist ausgezeichnet für Hotels geeignet. Erstelle Boards, in denen Du Fotos “pinnst”, beispielsweise zum Thema Zieldestination, “Unser Hotel”, Speisekarte, Traumdestinationen Weltweit, Attraktionen im Umfeld …

Diese Liste lässt sich natürlich noch erweitern. Rechne damit, dass die Resonanz bei Pinterest zunächst gering ausfällt, ggf. musst Du mit unterschiedlichen Themen experimentieren und kreativ sein. Pinterest liebt Emotionen und herausragende Fotos, aber auch Zitate oder beispielsweise Fotos besonderer Produkte funktionieren.

Instagram, Viber, Mobly etc. (Photo Apps)

Eine Fotoapp eignet sich sehr gut für die Bewerbung eines Hotels. Hier greifst Du zum Smartphone und teilst deine Schnappschüsse mit Fans. Alternativ können auch bereits aufgenommene Fotos geteilt werden.

Instagram ist der berühmteste Vertreter dieser Apps, Du kannst dich jedoch ebenso für eine der Alternativen entscheiden. Hier kann aufgrund weniger Mitglieder die Resonanz geringer ausfallen, dafür könntest Du langfristig ggf. eine Vorreiter-Rolle übernehmen.

Großer Vorteil von Foto-Apps: Deine Fotos können gleichzeitig in andere Netzwerke wie Twitter und Facebook geteilt werden, wodurch erstens die Reichweite steigt und zweitens Arbeit abgenommen wird.

Informiere dich, welche Tags (Stichwörter) für deine Branche relevant sind und verwende sie. Finden App-Nutzer, die primär Bilder aus deine Region posten, und vernetzen dich mit Ihnen.

Desweiteren ist es empfehlenswert, in anderen Netzwerken auf die Fotos hinzuweisen. Dies lässt sich übrigens auch auf weitere Dienste übertragen: Weisen Sie beispielsweise auf Facebook auf Ihr Twitter-Profil hin!

Fazit: Anfangs aufwendig, aber nicht umsonst: Hotelmarketing mit Social Media

Vermutlich wirst Du voller Elan starten und dann nach und nach feststellen, dass dich mehr Arbeit erwartet, als vorher angenommen. Dennoch kann Social Media Spaß machen, besonders dann, wenn erste Erfolge ersichtlich werden.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Um die Abläufe im Hintergrund besser verstehen zu können, sollte anfangs ohne Tools von Drittanbietern gearbeitet werden. Später kann eine Auswahl von kostenlosen oder bezahlten Softwares und Diensten die Arbeit erleichtern.

Author: Nik

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