Erste Ergebnisse von meinem Krypto Miner & warum ich nicht selbst mine!


Vor einer Woche habe ich hier auf dem Blog INVIA World vorgestellt, ein Unternehmen, das Kryptomining-Hardware gegen Gewinnbeteiligung zur Verfügung stellt. Mein eigener Miner hat allerdings erst am Sonntag die Arbeit aufgenommen. Deswegen wollen wir heute einen Blick auf die ersten Ergebnisse werfen!

Was INVIA World anbietet und warum mir die Idee grundsätzlich gefällt, habe ich bereits letzte Woche hier erläutert. Ich habe ingesamt drei “Starter Miner” für je 600€ gekauft. Nachdem Du ein Miningpaket bei Invia kaufst, dauert es jedoch 30 Tage, bis die Hardware ins System eingebunden und einsatzbereit ist. Dadurch läuft mein erstes Paket jetzt erst seit dem 6.10., auf die beiden anderen Miner muss ich noch warten:

Invia Miningpakete

Dafür habe ich mit dem ersten Starterminer jetzt die erste Woche rum. Zur Erinnerung: INVIA springt mithilfe von spezieller Software immer zum profitabelsten oder am einfachsten zu minenden Coin. Dadurch verspricht das östereichische Unternehmen bessere Ergebnisse als vergleichbare Anbieter. Die Profite aus dem Mining werden jedoch ausschließlich in ETH und in Zukunft auch in BTC ausgezahlt.

Ethereum – Die bekannteste Bitcoin Alternative

ETH – Ethereum ist ein Coin wie Bitcoin, der jedoch auf einer anderen Technologie beruht und neben dem Bitcoin die beste Reputation genießt. Aktuell liegt der Kurs von Ethereum bei 239.95€. Sehr viele “Kryptokonto” Anbieter, ermöglichen auch die “Lagerung” von Ethereum. In den meisten Fällen musst Du dich also nirgends neu registrieren, wenn Du bereits ein Bitcoinwallet hast.  Falls Du noch auf der Suche nach einem Cryptowallet bist, kann ich dir Cryptopay empfehlen. Hier bekommst Du zusätzlich eine Debitkarte, mit der Du sozusagen mit Bitcoin & Co überall bezahlen kannst.

Aber zurück zu INVIA.

Meine Ergebnisse mit dem Starter Miner nach einer Woche

Im Schnitt hat INVIA ca. 0.00736 ETH für mich am Tag erzeugt:

invia-mining-profit-pro-woche

Den Ertrag vom 15.10. habe ich nicht berücksichtigt, da dies bereits der achte Tag ist.

Gerade einal 0.007 ETH klingt zunächst natürlich recht wenig. Wenn wir diese Werte jedoch hochrechnen, kommen wir auf ca. 0.22 ETH pro Monat. Dies entspricht 8,8% des Kaufpreises des Miners. Ungefähr 9% Rendite pro Monat sind für mich durchaus zufriedenstellend. Wenn das Unternehmen diese Werte beibehalten kann, ist der Miner nach gut 11 Monaten amortisiert. Ab diesem Moment würde ich also Geld verdienen und das dann noch gute zwei Jahre!

Aber halt. Hier gibt es natürlich einige Faktoren zu beachten.

Zunächst einmal ist die Grundlage meiner Berechnung – gerade einmal 7 Tage Mining – nicht wirklich ausreichend um daraus Schlüsse auf Profite über die gesamte Laufzeit zu ziehen. Hinzu kommen weitere Unsicherheiten:

Rentabilität von Mining ist auf lange Sicht schwer zu prognostizieren

Kryptomining wird schwerer, desto mehr Coins einer Währung gemined wurden. Wenn nun der Wert eines bestimmten Coins in die Höhe schnellt, werden mehr Personen diese Kryptowährung minen wollen, da die Profite höher ausfallen. Dadurch steigt jedoch auch sehr schnell die Schwierigkeit, neue Coins zu produzieren. Die Mining-Hardware muss also länger arbeiten, um die selbe Menge Kryptowährung zu berechnen. Je nach eingesetztem Mining-Equipment kann das minen dieses Coin dann durch zu hohe Stromkosten sogar unrentabel werden.

Da wir zurzeit keinen Einblick erhalten welche Coins und mit welchem Miningverfahren bei INVIA World genau errechnet, wird das ganze noch schwerer zu kalkulieren. Im Idealfall schaffen es die Betreiber tatsächlich über lange Zeit unterschiedliche Kryptowährungen zu minen und so die Profitabilität hoch zu halten. Dennoch: Es gibt hier keine garantieren Profite, in der Zukunft könnten die Ergebnisse also auch schlechter… oder viel besser ausfallen.

Es könnte unvorhergesehene Entwicklungen auf dem Kryptomarkt allgemein geben

Dies ist natürlich ein generelles Problem. Wenn durch gravierende Veränderungen der gesamte Kryptohandel zusammenbricht ist auch das Mining nicht mehr rentabel. Ich persönlich halte die Wahrscheinlichkeit dafür aber sehr gering. Klar, der Kryptomarkt ist ein hochriskantes Geschäft und die digitalen Währungen sind ALLE sehr volatil – Ich bin aber der Meinung, dass die Technologie im Allgemeinen nicht mehr aufgehalten werden kann. Mit anderen Worten: Wer hier anderer Meinung ist, muss selbstverständlich von jeglichen Investitionen in Crypto absehen.

Ist die gekaufte Mininghardware tatsächlich über drei Jahre einsetzbar?

Hier sehe ich fast die größte Gefahr: Wenn sich der Markt weiter positiv entwickelt, wird es auch immer mehr Miner geben. Bitcoin kann jetzt schon nur noch von riesigen Unternehmen rentabel  durch mining erzeugt werden, da hier die “Mining Difficulty” und die dadurch entstehenden Kosten für Strom und Hardware mittlerweile extrem hoch sind. Vermutlich können wir hier nur hoffen, dass die Betreiber von INVIA hier eine Lösung parat haben, bzw. es während der Laufzeit immer genügend rentable Altcoins geben wird.

Der Profit kann durch Kurssteigerungen letztendlich auch viel höher ausfallen

Genau das hoffe ich natürlich  :mrgreen:

Angenommen, der Ethereum Coin legt im nächsten Jahr an Wert zu: Meine in der vergangenen Woche durch Invia erwirtschafteten Gewinne wären dann umgerechnet in Euro viel mehr wert. Die oben angesprochene Problematik, dass dadurch auch das Mining schwieriger wird, will Invia ja durch das dynamische Wechseln auf andere Coins ausgleichen.

Ich könnte jetzt natürlich anfangen, hier Prognosen für die Entwicklung von ETH zu zitieren. Fakt ist aber: Nichts ist sicher. Fakt ist auch: Der Wert von ETH lag am Anfang des Jahres bei gerade einmal 10€:

…was das für eine Wertsteigerung in % ist, kannst Du dir selbst ausrechnen  😉

Wie Du siehst, ist die ganze Sache also mit einem durchaus hohen Risiko behaftet. Andererseits sehe ich hier auch eine große Chance, mit einem relativ kleinen Investment und vor allem wirklich passiv einen sehr guten Profit herauszuholen.

Warum nicht selbst minen?

Klar, diese Möglichkeit besteht selbstverständlich auch. Ich bin in den vergangenen Tagen von mehreren Bekannten angesprochen worden, warum ich denn nicht selbst Mining-Hardware kaufe und eigenständig Kryptowährungen schürfe.

Die Frage ist völlig berechtigt: INVIA World behält natürlich einen Anteil (20%) aus dem Miningbusiness selbst ein und die Preise im Verhältnis zur Hashrate sind nicht gerade günstig. Trotzdem kommt ein eigener Miner für mich zurzeit aus mehreren Gründen nicht in Frage.

Arbeitsaufwand und die ständige Gefahr etwas zu “verpassen”

Je mehr Geld Du mit dem Kryptomarkt verdienen möchtest, desto mehr musst Du dich auch mit der Thematik befassen. Ich finde das bis zu einem gewissen Punkt spannend und interessant, habe aber keine Lust mich täglich damit auseinander setzen zu müssen. Dann kann es aber natürlich passieren, dass man mit dem minen eines anderen Coins viel höheren Profit hätte machen können oder dass eine Kryptowährung, die man zuvor “geschürft” hat, plötzlich abstürzt und das Mining im Nachhinein unrentabel war, wenn man die Coins noch nicht verkauft hat.

Zugegeben, in Anbetracht der möglichen Gewinne wäre der Arbeitseinsatz schon gerechtfertigt. Mir geht es aber eher um den “Stress” dem ich mich dadurch aussetze. Aus dem selben Grund trade ich übrigens auch nur unregelmäßig Coins. Meine “Strategie”, wenn Du es denn so nennen möchtest ist die, dass ich mich auf eine einzelne Informationsquelle verlasse und auch dort nicht alle Tipps oder Ratschläge umsetze sondern nur in Notfällen oder wenn ich Lust habe mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Das Risiko, bei Fehlern oder Verlusten selbst Schuld zu sein

Klar, das Risiko im Allgemeinen ist hier im Prinzip gleich. Ich ärgere mich aber meistens viel eher über mich selbst als über andere. Vielleicht ist das für viele unverständlich, aber ich könnte eher damit leben mit Verlust aus meiner Investition bei Invia herauszugehen, als aus dem Kauf von eigener Hardware im Wert von tausenden von Euro. Mir ist es halt lieber wenn andere Schuld sind  😛

Meine Lebenssituation

Vergiss nicht, dass ich in Thailand lebe. Zwar sind hier die Stromkosten bedeutend günstiger als in Deutschland und Cryptomining wäre dadurch zunächst einmal profitabler. Jedoch gibt es zumindest in meinem Fall andere Aspekte, die für mich dagegen sprechen. Ich lebe auf einer kleinen Insel mit nicht sonderlich stabiler Stromversorgung. Schwankende Spannungen sind nicht nur schlecht für alle elektrischen Geräte, ich würde mich auch ärgern wenn durch einen unbemerkten Stromausfall der Miner gar nicht läuft, wenn ich nicht zuhause bin. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich in einem relativ kleinen Haus wohne und gar keinen Platz für das entsprechende Equipment habe. Es ist schon heiß genug hier und Mining-Rigs erzeugen Hitze. Mir einen Miner ins Schlaf- oder Wohnzimmer zu stellen kommt also nicht in Frage.

Es gäbe zugegebenerweise für alle diese “Probleme” eine Lösung. Sie sind aber trotzdem – auch in Anbetracht des mir zur Verfügung stehenden Budgets – der Grund dafür, warum ich mich aktuell nicht für homemade Mining interessiere.

Wie geht es also weiter?

Ich werde in einigen Wochen nochmal über meine Ergebnisse bei INVIA World berichten. In ca. drei Wochen starten ja noch meine zwei weiteren Miner und bis dahin kann ich dann auch schon etwas aussagekräftigere Erträge präsentieren.

Wenn Du auch ins “Cryptomining 2.0” einsteigen möchtest, kannst Du ab 100€ Miningleistung bei Invia kaufen. Zur Anmedung geht es hier entlang.


Also published on Medium.

Author: Nik

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