Formel 1 auf der Datenautobahn – Wo steht Deutschlands Internet im Vergleich?


Du kennst es vielleicht: Du sitzt am heimischen PC, surfst gemütlich im Internet und findest ein Foto, das dich interessiert. Du klickst auf das Foto. Und wartest… und wartest. Leider ist dieses Szenario für deutsche Online-Anschlüsse keine Seltenheit, gerade wenn man nur etwas außerhalb einer Großstadt wohnt. Ist das denn 2015 noch normal? Deshalb hier die Frage: Wie steht es denn um die deutsche Internetgeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Ländern?

Deutschland hinkt hinterher – innerhalb und außerhalb Europas

Wäre deutsches Internet ein Sportverein, würde es nicht einmal in die Top 10 kommen – egal ob im europäischen oder weltweiten Wettbewerb. Während in Europa Belgien der Spitzenreiter mit dem schnellsten Online-Netz ist, steht das deutsche Internet laut einer für das Jahr 2014 erhobenen Statistik weit abgeschlagen auf Platz 16. Konkret bedeutet das: Während in Belgien etwa 22 Prozent der Bürger über vernünftig schnelles Internet verfügen, können das in Deutschland nur circa 5,5 Prozent der Bürger das von sich behaupten – also nur ein Viertel im Vergleich zu Belgien. Weltweit sieht es noch schlimmer aus: Ordnet man die Länder nach der Schnelligkeit des Internets, landet Deutschland laut einer Statistik für das erste Quartal 2015 mit etwa 10 Mbit/s auf Platz 26. Auf Platz 1 ist hier Südkorea mit knapp 23 Mbit/s.

Wo liegt das Problem?

Nun ist Deutschland, was Wirtschaft und Lebensstandard betrifft, bekanntlich weit vorne. Warum schwächelt das Land also ausgerechnet bei der Internetgeschwindigkeit? Da ist erst einmal die rückständige Infrastruktur zu nennen, die noch auf Kupferdraht setzt. Dieses hat gleich zwei Nachteile: Es ist langsamer als das fortschrittlichere Glasfaserkabel und verliert im Gegensatz zu diesem, je länger es ist, zunehmend an Geschwindigkeit, was insbesondere Anschlüssen außerhalb der Ballungszentren ein Handicap verpasst. Es gibt zwar durchaus Bestrebungen seitens der Politik und damit einhergehend auch der Internetanbieter, großflächig schnelleres Internet zu ermöglichen, doch selbst diese Bemühgungen sind bereits im Rückstand, da von veralteten Definitionen von Breitband ausgegangen wird. Bei www.breitbandprofis.com lesen Sie mehr zu diesen Themen. Die einzige Möglichkeit ist ein massives Umrüsten auf Glasfaserkabel. Und genau da liegt das Problem: Diese Umrüstung würde massiv Geld kosten.

Warum muss sich etwas tun?

Natürlich ist es zum einen ein weltweites Level an Lebensqualität, das gehalten werden muss. Gerade in Zeiten, in denen Internetfernsehen auch in deutschen Wohnzimmern ankommt, besteht Nachholbedarf, denn der zukunftsträchtige Fernsehgenuss wird bei vielen Haushalten noch durch lahme Online-Anschlüsse ausgebremst. Doch das Problem hat auch wirtschaftliche Dimensionen: Welches Unternehmen will sich schon in Gebieten niederlassen, in denen moderne Arbeitsprozesse über das World Wide Web schlicht nicht möglich sind? Diese Gebiete verlieren dann noch mehr Wirtschaftskraft, sodass ein regelrechter Teufelskreis entsteht. Will Deutschland also in einem Sektor, der global nur noch wichtiger werden kann, weiter mithalten, muss es veraltete Maßstäbe wegwerfen und sich an den aktuellen Gegebenheiten messen. Denn um beim Sport-Vergleich zu bleiben: Momentan reicht es nicht einmal für die Bronzemedaille.

Author: Nik

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